Montag, 15. Mai 2017

Eurovision 2017: So stimmte Deutschland ab


Alle Jahre wieder. Deutsche Televoter und deutsche Fachjury sind sich bei der Punktevergabe nicht einig. Während die Telvoter Bulgarien und Portugal favorisierten, hat die deutsche Jury Norwegen 12 Punkte gegeben.

Die nationale Jury für den Eurovision Song Contest 2017 bestand aus ESC-Gewinnerin Nicole, Sängerin Joy Denalane, Musikproduzent Andreas Herbig, Sänger und Songwriter Adel Tawil und Sänger Wincent Weiss.

Abstimmung 2. Semifinale (11.05.2017)

Land
Platzierung 
Fachjury
Punkte
Fachjury
Platzierung
Televoting
Punkte
Televoting
Bulgarien
2
10
1
12
Ungarn
11
0
2
10
Israel
13
0
3
8
Rumänien
18
0
4
7
Kroatien
6
5
5
6
Niederlande
3
8
6
5
Österreich
5
6
7
4
Estland
12
0
8
3
Norwegen
1
12
9
2
San Marino
16
0
10
1
Schweiz
9
2
12
0
Serbien
4
7
13
0
Irland
7
4
15
0
Malta
8
4
16
0
Dänemark
10
1
18
0

Abstimmung Finale (13.05.2017)

Land
Platzierung 
Fachjury
Punkte
Fachjury
Platzierung
Televoting
Punkte
Televoting
Portugal
2
10
1
12
Belgien
12
0
2
10
Kroatien
8
3
3
8
MoldauMoldau
19
0
4
7
Rumänien
21
0
5
6
Bulgarien
3
8
6
5
Italien
13
0
7
4
Ungarn
10
1
8
3
Polen
15
0
9
2
Niederlande
4
7
10
1
Schweden
7
4
12
0
Österreich
9
2
14
0
Australien
6
5
15
0
Norwegen
1
12
20
0
Großbritannien
5
6
22
0

Zur Erklärung der Platzierung: Die deutsche Jury trifft ihre Entscheidung bereits während der zweiten Generalprobe, die sie im eigenen Land am Bildschirm verfolgt. Jedes Jurymitglied muss die Beiträge, über die es abstimmen darf, in eine Reihenfolge bringen. Hieraus wird eine Gesamtreihenfolge der Jury (Platz 1 bis 25) ermittelt. Eine Gesamtreihenfolge wird auch beim deutschen Televoting erstellt. Das Land mit den meisten Anrufen landet auf Platz 1. Das Lied mit den wenigsten Anrufen landet im nationalen Ranking auf Platz 25. Die Plätze 1 bis 10 werden sowohl beim Jury- als auch beim Televoting mit eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, zehn und zwölf Punkten bewertet. Bei 26 Teilnehmern im Finale minus Deutschland kommt man auf 25 Länder für das deutsche Ranking.

Sonntag, 14. Mai 2017

Eurovision 2017: Das deutsche Abschneiden im Detail


Das deutsche Drama beim Eurovision Song Contest geht eine neue Runde. Nach den letzten Plätzen in den Vorjahren konnte sich Deutschland in diesem Jahr auf den vorletzten Platz retten. Nur Spanien hatte gestern weniger Punkte als die deutsche Sängerin Levina bekommen.

Insgesamt hat Deutschland sogar noch weniger Punkte als 2016 eingesammelt. Im letzten Jahr hat Jamie-Lee 11 Punkte bekommen. Im Finale 2017 gingen nur sechs Punkte an Deutschland. Ein besonderer Dank gilt hier den drei Punkten aus dem Schweizer Televoting und den drei Jurypunkten von Irland.

Ein sehr niederschmetterndes Ergebnis. Levina konnte sich gerade mal in 8 von 41 Ländern in die Top 15 singen. Alle anderen Länder haben den Song "Perfect Life" schlechter bewertet. In Bulgarien, Estland, Norwegen, San Marino, Serbien, Weißrussland und Zypern landete Deutschland auf den letzten Platz im Tele- bzw. Juryvoting.

Zur Erklärung der Platzierung: Die Jury trifft ihre Entscheidung bereits während der zweiten Generalprobe, die sie im eigenen Land am Bildschirm verfolgt. Jedes Jurymitglied muss die Beiträge, über die es abstimmen darf, in eine Reihenfolge bringen. Hieraus wird eine Gesamtreihenfolge der Jury (Platz 1 bis 26) ermittelt. Eine Gesamtreihenfolge wird auch beim Televoting erstellt. Das Land mit den meisten Anrufen landet auf Platz 1. Das Lied mit den wenigsten Anrufen landet im nationalen Ranking auf Platz 26. Die Plätze 1 bis 10 werden sowohl beim Jury- als auch beim Televoting mit eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, zehn und zwölf Punkten bewertet.

Das deutsche Abschneiden in den 41 Ländern

Land
Platzierung 
Fachjury
Punkte
Fachjury
Platzierung
Televoting
Punkte
Televoting
Irland
8
3
22
0
Schweiz
15
0
8
3
Albanien
23
0
21
0
Armenien
17
0
12
0
Aserbaidschan
19
0
23
0
Australien
17
0
23
0
Belgien
16
0
22
0
Bulgarien
25
0
25
0
Dänemark
20
0
18
0
Estland
24
0
26
0
Finnland
15
0
25
0
Frankreich
16
0
21
0
Georgien
13
0
14
0
Griechenland
25
0
23
0
Großbritannien
11
0
23
0
Island
22
0
25
0
Israel
21
0
24
0
Italien
18
0
23
0
Kroatien
17
0
18
0
Lettland
16
0
25
0
Litauen
19
0
24
0
Malta
16
0
23
0
Mazedonien
20
0
16
0
MoldauMoldau
17
0
23
0
Montenegro
18
0
22
0
Niederlande
16
0
20
0
Norwegen
23
0
25
0
Österreich
17
0
14
0
Polen
15
0
23
0
Portugal
23
0
23
0
Rumänien
21
0
15
0
San Marino
17
0
26
0
Schweden
11
0
24
0
Serbien
22
0
26
0
Slowenien
16
0
18
0
Spanien
18
0
12
0
Tschechien
16
0
22
0
Ukraine
23
0
24
0
Ungarn
19
0
22
0
Weißrussland
22
0
25
0
Zypern
22
0
25
0

Natürlich ist das deutsche Ergebnis nicht zufriedenstellend. Das sieht auch ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber so: "Das Ergebnis ist für Levina und unser Team eine herbe Enttäuschung. Levina ist eine wunderbare junge Frau, die uns alle mit ihrer Herzlichkeit und ihrer Professionalität verzaubert hat; sie hat eine herausragende Stimme und ihre Performance war strahlend. Wir stellen uns dem Ergebnis und werden es analysieren."

Man kann wirklich nur hoffen, dass der NDR auf tiefgründige Fehlersuche geht und auch weitgreifende Veränderungen im ESC-Team und beim Vorentscheid vornimmt. Sonst sieht es auch in den nächsten Jahren sehr schlecht für Deutschland beim Eurovision Song Contest aus. Leider habe ich wenig Hoffnung auf große Veränderungen. In zwei bis drei Tagen ist der Eurovision Song Contest 2017 wieder vergessen und alle Verantwortlichen gehen ihren täglichen Aufgaben nach.