Donnerstag, 12. Mai 2016

Eurovision 2016: Ein Rundgang durch Stockholm


Ich liebe den Eurovision Song Contest und ich liebe Stockholm. Ich habe mich bereits vor Jahren in die schwedische Hauptstadt verliebt und kehre immer wieder gerne hier her zurück. Nun verbinden sich zwei meiner liebsten Dinge - der Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm. Ich war in Stockholm unterwegs und habe mich umgeschaut, wie sich die Stadt auf das Megaevent vorbereitet hat.

Nach meiner Ankunft am Dienstag blieb mir nicht mehr viel Zeit, die Stadt noch vorher zu besichtigen. Nach einer kurzen Pause ging es direkt zur Globe Arena, den Ausrichtungsort des Eurovision Song Contest 2016.




Die Globen Arena wurde 1989 als das größte sphärische Gebäude der Welt eingeweiht. Die Arena hat einen Durchmesser von 110 Meter und eine Höhe von 85 Meter. Das Gebäude hat ein Volumen von 605.000 Kubikmetern. Die maximale Nutzfläche ist 75 × 45 Meter groß und fasst bei Eishockeyspielen 13.850 Zuschauer. Bei Konzerten haben 16.000 Personen Platz. Beim Eurovision Song Contest sind es so ca. 15.000 Zuschauer.

Seit Februar 2010 ist der Schrägaufzug SkyView in Betrieb. Dort kann man an der Außenhülle in einer von zwei gläsernen Gondeln mit Platz für jeweils 16 Leuten bis auf das Dach hochfahren.

Die Globe Arena ist nur ein Teil eines ganzen Stadtgebietes. Die Globe City umfasst verschiedene Hallen, wo zum Eurovision Song Contest Presse und Backstagebereiche untergebracht sind. In der Tele 2 Arena findet zum Finale des Eurovision Song Contest ein riesiges Public Viewing statt. Außerdem gehören zu dem Gebiet ein Einkaufscenter und ein Hotel.

 
Am Mittwoch konnte ich dann meinen Rundgang durch Stockholm starten. Mit der U-Bahn ging es direkt zum Kungsträdgården. Dort wurde für den Song Contest das Eurovision Village errichtet. Im Eurovision Village können ESC-Fans und Besucher den Eurovision Song Contest etwas näher kommen. Auf zwei verschiedenen Bühnen gibt es Tanz und Musik. Außerdem stellen sich alle großen Sponsoren Eurovision Song Contest im Village vor. Ohne Sponsoren ist dieses Megaevent nicht möglich. Neben witzigen Foto- und Singaktionen kann man sich auf Aufstylen lassen. Am Mittwochabend habe ich im Eurovision Village das "Eurovision Concert for Diversity" besucht. Neben vielen Sängern vom Melodifestivalen gab es auch echte Eurovisionsstars zu sehen. Mehr dazu in einem extra Blogpost.


Wem das alles zu langweilig ist, kann eine Fahrt mit dem City Skyliner wagen. Der 81 Meter hohe Tower wurde extra für den Eurovision Song Contest im Kungsträdgården aufgebaut. Die Besucher erwartet ein 360°-Panoramablick über die schöne Stadt Stockholm. Eine Fahrt kostet 100 SEK. Für Schweden noch recht günstig.

Weiter ging mein Rundgang in Richtung Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm. Vorm königlichen Schloss wurde für den Eurovision Song Contest der EuroClub aufgebaut. Im EuroClub können akkreditierte Fans zu eurovisionären Klängen in die Nacht tanzen. Auch Teilnehmer des Song Contest stehen jeden Abend auf der Bühne. In dem Zeltbau ist auch das Euro Fan Café untergebracht. Das Café ist für alle Stockholmer und Besucher geöffnet. Neben der bekannten schwedischen Fika kann man auch hier Musik vom Eurovision Song Contest genießen. Auf der kleinen Bühne findet täglich ein buntes Programm statt.


Die Straßen Drottninggatan und Kungsgatan sind mit Bannern vom Eurovision Song Contest geschmückt. Überall in der Stadt wird man auf den Contest hingewiesen. Come together, das Motto des Eurovision Song Contest 2016, ist überall zu lesen. Stockholm ist Eurovision City. Selbst Baustellen wurden mit riesigen Plakaten verschönert, wenn das überhaupt möglich ist.


Auf meinen Weg zurück ins Eurovision Village musste ich einige Straßen überqueren. An den Ampeln gab es eine musikalische Überraschung. An sechs Ampeln im Stockholmer Stadtgebiet stoppt nicht das gewöhnliche Klicken die Fußgänger, sondern "Euphoria", Loreens Siegersong aus 2012. Und mit "Heroes" gibt Måns Zelmerlöw das charmante Zeichen zum Weitergehen. Ich muss gestehen, diese Ampelmusik nervt mich mittlerweile ziemlich!

Am Kaufhaus Nordiska Kompaniet gab es für mich das Eurovision Highlight des Tages. Schwedens Kaufhaus der gehobenen Klasse hat seine Schaufenster für den Musikwettbewerb umgestaltet. Alle sechs schwedischen Gewinner des Song Contest kann man in den Schaufenstern bewundern - von ABBAs "Waterloo" bis hin zu Måns Zelmerlöws "Heroes".

ABBA - Waterloo (ESC 1974)

Fångad av en stormvind (Gefangen in einem Sturm) - Carola (ESC 1991)

Euphoria - Loreen (ESC 2012)

Heroes - Måns Zelmerlöw (ESC 2015)

Auf dem Norrmalmstorg steht die Countdown-Uhr des Eurovision Song Contest. Sie zeigt die verbleibende Zeit bis zum Finale am Samstag an. Dann wird auch für Stockholm das Ende der schönen Eurovisionszeit eingeläutet.


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